SMART HOME für Anfänger – Der Weg in eine vernetzte Zukunft

Das Thema Smart Home ist im Jahr 2018 fast jedem nicht mehr unbekannt und steckt bezogen auf die Entwicklung auch in Deutschland nicht mehr in den Kinderschuhen. Menschen integrieren verstärkt das intelligente Zuhause in ihren Alltag. Smarte Technik in den eigenen vier Wänden liegt also weiterhin im Trend. 2018 werden in Deutschland ca. 2.614 Mio. € mit Smart Home Produkten umgesetzt, bis 2022 soll ein Wachstum von 20,6% erreicht werden, sprich ein Marktvolumen von 5.523 Mio. €. Am umsatzstärksten ist der Smart Home Markt in den USA. Hier werden 2018 17.954 Mio. € generiert.

Das Thema Smart Home wird in unserem Blog zukünftig immer mal wieder eine Rolle spielen, denn dieser Markt entwickelt sich stetig weiter und es wird viele spannende Innovationen geben, über die wir berichten werden. Für alle Smart Home Anfänger jedoch soll es als Auftakt zunächst einen kleinen Überblick geben, in welchen Wohnbereichen Smart Home angewendet wird.

Smart Home – Anwendungsbereiche und Funktionen

Immer mehr Firmen platzieren ihre Smart Home Systeme in Form von Paketlösungen und Starter-Kits am deutschen Markt.

Clever vernetzt bietet ein Smart Home gesteuertes Zuhause sicherlich einiges an schönen Lösungen. Welche Möglichkeiten sich hier grundsätzlich eröffnen, wird noch einmal in einer detaillierten Beschreibung der einzelnen Punkte vertieft. Hier zunächst eine kurze Übersicht, welche Bereiche in Ihrem Zuhause intelligent gesteuert werden können.

  1. Abspielen von Musik und Videos
  2. Prüfen von Luftqualität
  3. Sicherheit im Haushalt
  4. Regulierung von Licht
  5. Steuerung von Heizkörpern
  6. Digitalisierung der Küche

„Alexa, spiele Lounge-Musik“ – Abspielen von Musik und Video

Für viele von uns „nice to have“ und ein schöner Entertainment-Faktor ist das Abspielen von Musik und Video in den eigenen vier Wänden. Dies funktioniert über Sprachsteuerung. Bislang noch etwas gewöhnungs- und entwicklungsbedürftig, aber absolut praktisch und oft genutzt. Die bekanntesten Systeme sind Amazon Echo, Google Home und Apple HomePod. Das funktioniert folgendermaßen: Das System sucht die neuste Musik, spielt Radiosender und Podcasts ab und verwaltet das Song-Archiv. Verbindet sich das System mit Streaming-Boxen (z. B. Google Chromcast und Apple FireTV) wird Bewegtbild hergestellt. Das System sucht nach Serien, TV-Neuheiten und empfiehlt Filme.

Achtung schlechte Luft - Luftgüte und Rauchentwicklung

Rauchmelder sind in Deutschland für jede Wohnung Pflicht. Neben der Messung von Rauch gibt es mittlerweile auch smarte

Geräte, die noch mehr leisten. Bosch Home bietet einen Rauchmelder, der gleichzeitig Bewegungsmelder ist. Bricht ein Feuer aus, erhält man über die dazugehörige App eine Alarmmeldung. Auch aus dem Hause Bosch gibt es einen weiteren Rauchmelder, welche auch die Luftgüte misst, sprich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und flüchtig organische Verbindungen. Die entsprechenden Daten werden ebenfalls an das Smartphone geleitet. Via App kann man auch die Feuerwehr informieren. Ein weiteres Rauchmelder-Produkt bietet Google an. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Rauchentwicklungssensor, Bewegungsmelder und Kohlenmonoxid-Messung.

Hier zeichnet sich ein Trend in die Richtung Sicherheit ab, welche aufgrund von steigenden Diebstählen und Einbrüchen für viele Menschen zunehmend an Bedeutung gewinnt und eine gute Überleitung zum nächsten Punkt darstellt.

Vorsicht vor Dieben und Vergiftungen - Sicherheit im Haushalt

Die Sicherheit des Eigenheims lässt sich ebenfalls durch ein vernetztes Zuhause steigern. Eingesetzt werden Fenster- oder Türkontakte, Kameras mit Gesichtserkennung. Im Bereich Kindersicherung gibt es hier einige clevere Lösungen. Das System Magenta Home der Telekom bietet beispielsweise Benachrichtigungen bei Öffnen von Schränken. Diese lassen sich sehr gut bei Schränken in denen sich z. B. Reinigungsmittel, Medikamente, Alkohol oder Süßigkeiten befinden einsetzen. Ein Tür- oder Fensterkontakt erkennt über optische Sensoren, wenn Türen oder Fenster bewegt werden. Es wird dann eine Benachrichtigung in Echtzeit via die dazugehörige App auf das Smartphone geschickt. Erweitern kann man das Ganze dann zusätzlich mit automatisierten Reaktionen zur Abschreckung. Wird eine Tür geöffnet, erklingt automatisch ein Warnton, es geht ein Licht an oder ein Video wird abgespielt. In einem Familienhaushalt ist dieses Feature sehr nützlich.

Immer optimal beleuchtet – Regulierung von Licht

Die Steuerung von Licht gibt es schon seit Zeit geraumer Zeit am Markt. Ikea bietet schon länger einfache und clevere Lösungen an. LED-Lampen, LED-Türen und LED-Lichtpanele werden über Bewegungsmelder, Dimmer, Fernbedienung oder App gesteuert. Praktischerweise bietet die dazugehörige App auch eine Timerfunktion, die Erzeugung von Lichtstimmungen und das Gruppieren von Lichtquellen. Über eine Anwendung lässt sich das System mit Amazon Alexa und Echo verbinden. Das Neuste am Markt ist der smarte Lichtschalter „Instinct“ der Firma iDevices. Dieser ersetzt den normalen Lichtschalter, er wird einfach aufgeklebt. Steuerbar ist er über Alexa, Siri oder Google Assistant.

Perfekt in den Tag Starten mit Kaffee per App - Digitalisierung der Küche

In der Küche liegt noch viel Potenzial, was die smarte Steuerung angeht. Vom Grundprinzip macht der Thermomix der Forma Vorwerk es vor. Beim Thermomix werden unter anderem Rezepte digital gesteuert, es kann ein Wochenplan erstellt werden, wo alle benötigten Zutaten in einer Einkaufsliste zusammengefasst werden, die dann in einer App auf dem Smartphone abgerufen werden kann. Außerdem moderiert ein Koch-Amateur die Anleitung zum Gericht. So ähnlich funktionieren auch andere Bereiche in der Küche. Einige Kaffeeautomaten (beispielsweise von Saeco und Krups) lassen sich via App steuern, der Kühlschrank kann über integrierte Kameras eingesehen werden und übermittelt, was fehlt. Auch die Temperatur des Backofens lässt sich heutzutage bequem von unterwegs regeln. Aber es geht noch mehr, es werden die ersten intelligenten Öfen produziert: Beispielweise identifiziert der Backofen über Kamera was man in den Ofen schiebt und schlägt eine entsprechende Garzeit vor.

 

Smart Home wird intelligenter und individueller

Der Bereich Smart Home ist sicherlich noch am Wachsen. Auch wenn dies in Deutschland eher langsam erfolgt, widmen sich die Menschen zunehmend dem Thema intelligentes Wohnen. Für alle Smart-Home Anfänger empfiehlt es sich daher, zunächst mit einem Starter-Kit zu beginnen. Wichtig ist beispielsweise die Prüfung auf Erweiterungen und die Einbindung von Sprachtechnologien wie Alexa, Google Assistant oder Siri.

Lesen Sie hierzu gern unseren nächsten Beitrag „Smart Home:  Starter-Kits im Überblick“, der eine gute Entscheidungsgrundlage liefert.

Fakt ist: Erfolgsversprechend sind Smart Home-Lösungen in jeden Fall: Es werden immer mehr clevere und individuellere Lösungen zur digitalen Steuerung der eigenen Vier Wände angeboten, die das Leben komfortabler machen und nebenbei Kosten und Energie sparen und für Sicherheit sorgen. Hier gilt es, die individuell passende Lösung für den eigenen Haushalt zu finden.