Kunst am Bau in der Schulzendorfer Straße Berlin-Wedding

Kunst am Bau

Kunst am Bau: Prestigefaktor, Denkanstoß, ästhetisches und soziales Erlebnis

Nach dem Zweiten Weltkrieg glichen viele deutsche Städte Trümmerwüsten. Ihr Wiederaufbau war einer der größten Herausforderungen der deutschen Nachkriegspolitik. Die Bauten jener Zeit spiegeln in ihrer bescheidenen und oftmals kargen Ausstattung die allgemeine Not wider. Umso aufsehenerregender war damals der Beschluss des Deutschen Bundestages vom 25. Januar 1950, einen bestimmten Prozentsatz der Bausumme öffentlicher Bauten für Kunst aufzuwenden.

Damals sollte diese gesetzliche Regelung einen Beitrag leisten, das von den Nationalsozialisten zum Stillstand gebrachte Kulturleben mit neuen Impulsen zu versehen. Zugleich sollte Künstlern eine soziale Hilfe geboten werden, da sich bis dahin in Deutschland noch kein funktionierender Kunstmarkt etabliert hatte. Man wollte ein Zeichen setzen und mit positivem Beispiel vorangehen, um auch private Bauherren und Unternehmer zu motivieren, Kunst und Kultur wieder verstärkt in den öffentlichen Raum zu bringen.

Tradition seit Jahrhunderten

Denn die Kunst am Bau hat schon seit vielen Jahrhunderten Tradition: Kein Palast, kein Kirchen- oder Dombau, kein Prestige-Projekt dessen architektonische Botschaft und Besitzerstolz nicht auch durch Kunst unterstrichen worden wären. Auch in Deutschland wurde Kunst am Bau immer als ein integrales Element der Baukultur gesehen, das entscheidend zu Qualität und Aussage von Bauwerken beitragen und so die Menschen, die alltäglichen Betrachter, erreichen kann. Denn Kunst am Bau und Architektur sind öffentliche Künste: Sie sind allgemein zugänglich und dauerhaft präsent, sie sind Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses einer Gemeinschaft, einer Stadt, eines ganzes Landes.

Daher haben auch große Unternehmen, Banken und Versicherungen die Bedeutung solcher Kunst längst erkannt. Repräsentative Skulpturen vor dem Eingang, Großgemälde im Foyer und schmuckvolle architektonische Details gehören zur Standardausstattung jeder größeren Firmenzentrale und prägen die Corporate Identity und damit das Image des Unternehmens.

Kunst am Bau Trash is Beauty in der Schluzendorfer Straße Berlin-Wedding

Hoher Stellenwert für private Bauherren

Für private Bauherren hatte diese Kunstform schon immer einen hohen Stellenwert, schließlich pflegen Entwickler und Investoren oft eine besondere Verbindung zu ihren Projekten. Dabei ist die Kunst am Bau weniger bloße Deko, sondern vielmehr die Reflexion eines Gebäudes und seiner Funktion, eine ästhetische Kontrastierung und intellektuelle Animierung.

Die künstlerische Aufwertung eines Gebäudes ist ein Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt und schafft ein dauerhaftes ästhetisches Erlebnis für die Bewohner und Besucher der Gebäude, aber auch für den öffentlichen Raum. Schließlich ist es wichtig, dass Kunst nicht nur in Museen und geschlossenen Räumen stattfindet, sondern dort, wo Menschen zusammenkommen und leben.

Prominente Beispiele

Prominente Beispiele gibt es gerade in Berlin zuhauf: So legen 8000 Kunstwerke an, in oder vor öffentlichen Gebäuden Zeugnis ab vom kulturellen Selbstverständnis von Bundesrepublik und DDR. Auch die von Jonathan Borofsky geschaffenen, in der Spree stehenden, 30 Meter hohen „Molecule Man“ vor den Treptowers, sind bekannt über die Stadtgrenzen hinaus und schaffen eine ikonische Verbindung mit einem städtischen Symbol. Die Entwickler des EDGE East Side oder des Landmark-Projekts Am Tacheles sind von vornherein an die Entwicklung der Gebäude mit einem wesentlichen künstlerischen Ansatz herangegangen und haben namhafte Architekturbüros verpflichtet, ihre künstlerische Vision umzusetzen. Doch auch die lebendige Street-Art-Szene Berlins arbeitet längst mit kunstbewussten Investoren und Eigentümern zusammen. Von Bauzäunen bis hin zu ganzen Großwänden entstehen so Kunstwerke für die Allgemeinheit, wie etwa die im Rahmen der Sleek Art Week präsentierten Street-Art-Kunstwerke an den Lofts der FORTIS AG in der Schulzendorfer Straße im Wedding durch Street Art Künstler Mario Mankey.

Kunst am Bau Ausstellung Schluzendorfer Straße Berlin-Wedding

Kunst am Bau stiftet Sinn

Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum ist so weit mehr als überflüssiger Luxus, Selbstzweck oder gar reines Mittel der Selbstdarstellung. Denn Kunst bringt eine sinnliche Dimension in die funktionalen Umfelder der Gebäude, der Städte und Dörfer und leistet so einen wichtigen Beitrag für Identitätsfindung, Gemeinschaftsgefühl und Lebensqualität. Künstlerische Leistungen ergänzen Architektur und Umgebung und stiften Sinn: Sie wecken Neugier; tragen zur Schärfung der Wahrnehmung bei; öffnen den Blick auf die Welt und ermöglichen neue Bedeutungszusammenhänge.


Kauf oder Miete

Eigentum vs. Miete: Nachrechnen lohnt sich

Eigentum vs. Miete: Nachrechnen lohnt sich

Laut aktuellen Studien würde die überwiegende Mehrheit aller Deutschen am liebsten in den eigenen vier Wänden leben. Dennoch wohnen die meisten Menschen hierzulande zur Miete, vor allem im internationalen Vergleich fällt Deutschland deutlich ab. Besonders Berlin gilt als Mieterstadt: 85 Prozent der Menschen in der Hauptstadt leben in einem Mietverhältnis. Deutschlandweit verfügen gerade einmal 27 Prozent der Menschen über Wohneigentum.

Die Entscheidung, ob mieten oder kaufen die bessere Option ist, ist unabhängig von der finanziellen Situation, definitiv eine Typfrage. Mieter sind natürlich flexibler und müssen sich nicht um den Zustand der Wohnung oder des Hauses kümmern – denn das ist Sache des Vermieters. Doch ist unbestritten, dass der Erwerb einer eigenen Wohnung oder eines Hauses zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Wer das ideale Objekt zu einem bezahlbaren Preis gefunden und sich entschieden hat, an einem Wohnort zu bleiben, über das notwendige Eigenkapital verfügt und sich gerne um eine eigene Immobilie kümmert, sollte über einen Kauf nachdenken. Denn schließlich wandert die Miete für eine Wohnung in die Tasche des Vermieters und ist damit verloren. Wer das Geld für die Tilgung eines Bankkredits verwendet, wird schließlich Eigentümer der Immobilie sein und über diese verfügen können. Angesichts der Tatsache, dass Wohnraum besonders in den großen Städten immer teurer wird, ist eine solche Immobilie immer auch ein Anlageobjekt, deren Wert sich in Zukunft steigern kann.

Aktuell befinden sich die Kaufpreise auf einem Höhenflug und ein Ende ist nicht in Sicht. Hinzu kommt, dass es noch nie so günstig war, den Erwerb der eigenen Immobilie über einen Kredit zu finanzieren.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die entscheidenden Parameter für oder gegen den Kauf einer Immobilie das vorhandene Eigenkapital, die Kreditzinsen, die mögliche Wertsteigerung der Immobilie und die Rendite vorhandener Sparguthaben sind. Wer zur Miete wohnt und über den Erwerb einer Immobilie nachdenkt, sollte seine Mietkosten mit dem zu zahlenden Kapitaldienst (Zinsen und Tilgung) vergleichen. Ist der Unterschied gering – oder die Miete sogar teurer – lohnt sich der Kauf definitiv.
Grundsätzlich gilt: Je geringer die Kreditaufnahme und je günstiger der Zinssatz, desto besser für den Käufer. Eine Wertsteigerung des Objekts begünstigt die Vermögensentwicklung. Stimmen die Grundbedingungen, haben Käufer in der Regel bei der Vermögensentwicklung die Nase vorn – denn Sie können sogar von Förderungen und Zuschüssen profitieren. Mieter können eigentlich nur gegenhalten, wenn ihre Sparguthaben eine hohe Rendite erzielen und die Miete günstig ist.

Fazit: Wer kann, der sollte! Miete ist eine Option für mobile Menschen, die wohnortunabhängig leben und den erforderlichen Eigenkapitalbeitrag nicht aufwenden können oder wollen. Alle anderen sollten über den Kauf einer Immobilie nachdenken. Denn auch wenn dies Verantwortung für die Immobilie mit sich bringt, wird der Eigentümer einer Immobilie langfristig besser dastehen.

Frau mit Schlüsselbund

arbeitszimmer

Wie verändert die Pandemie das Wohnen?

Wie verändert die Pandemie das Wohnen?

 

Sommer 2021: Langsam füllen sich wieder die Bürgersteige, Außengastronomie und Reisen werden nach und nach wieder möglich. Aufgrund der zurückgehenden Zahlen enden viele der im Rahmen der pandemiebedingte Lockdowns verhängten Einschränkungen. Doch was haben anderthalb Jahre Pandemie mit uns allen gemacht? Viele der wirtschaftlichen, aber vor allem auch der sozio-psychologischen Folgen sind vermutlich erst in einiger Zeit ab- und einzuschätzen. Fest steht allerdings schon jetzt, dass die Corona-Pandemie das Wohnen verändert hat! Denn je unkontrollierbarer und riskanter die Außenwelt erscheint, desto bedeutender werden die eigenen vier Wände, die in Pandemie-Zeiten Schutz und Geborgenheit gewähren – das Zuhause wird noch mehr zum Lebensmittelpunkt als es vorher schon der Fall war.

Homeoffice

Stichwort Homeoffice: Ein wichtiger Punkt ist sicherlich die Integration des Arbeitsplatzes in die eigene Wohnung. Eine Entwicklung, die sich schon einige Zeit vor der Pandemie abgezeichnet hat, wurde durch Corona plötzlich zur neuen Normalität! Nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Schüler und Studenten waren nun auf Lernen und Arbeiten am heimischen Schreibtisch angewiesen. Fakt ist: Das Homeoffice wird bleiben! In der Folge muss ein Arbeitsplatz auch nach Corona so selbstverständlich wie ein Schlaf- oder Wohnzimmer in die Wohnraumplanung aufgenommen werden.

Außenbereiche und Flexibilität

Viele Aktivitäten waren in der Pandemie nicht mehr möglich! Daher musste das eigene Zuhause zum Büro, Fitnessstudio, Kino oder Restaurant werden. Damit wuchs auch die Bedeutung eines Außenraums – also eines Gartens, Balkons oder eine Terrasse. Im Lockdown haben Balkon und Co. den Menschen den zwangsweisen Aufenthalt in der eigenen Wohnung erträglich gemacht, daher sind diese Außenbereiche auch nach der Pandemie für viele Menschen unerlässlich.

Die Flexibilität der Räume – das hat die Pandemie gelehrt – ist besonders entscheidend. Wenn plötzlich ganz andere Anforderungen an die eigenen Räume gestellt werden, müssen diese flexibel gestaltbar sein. Es gilt hier nicht nur, Platz zu schaffen, sondern auch eine Balance zwischen Rückzugsorten und Gemeinsamkeit zu finden.

Neue Standards

Die Lehren, die wir aus Corona ziehen, haben einiges durcheinandergewirbelt. Wohnungen müssen nun neuen qualitativen, ästhetischen und funktionalen Standards genügen. Schlecht ausgestattete oder aufgeteilte Wohnungen gehören der Vergangenheit an, die Qualitätsansprüche steigen, da die Menschen in der Pandemie viel mehr Zeit als sonst in den eigenen vier Wänden verbracht haben. Wohnraum muss nicht mehr nur funktional sein, sondern soll vor allem schön und gemütlich sein: Ein Rückzugsort mit Wohlfühlcharakter – ein großer Pluspunkt, der in einer Pandemie vieles erleichert und erträglicher macht.

Eine Folge von eineinhalb Jahren Corona steht also jetzt schon fest: In Sachen Wohnen hat eine neue Philosophie Einzug gehalten! Menschen begegnen ihren Wohnungen durch Corona mit einer neuen Achtsam- und Aufmerksamkeit, beschäftigen sich mit ihrem teils lange vernachlässigten Rückzugsort. Auch der Konsum orientiert sich an diesen Bedürfnissen: Konsumiert wird, was den Wohnraum ästhetisch und funktional verbessert. Geld, das vor der Pandemie in teure Urlaubsreisen floss, wird nun in den Wohnraum investiert.

Die Bedeutung der eigenen vier Wände vor Augen geführt – diese Entwicklung wird bestimmt noch lange nachhallen. Und wer weiß? Auch wer nun die Lockerungen genießt und sich nach der langen Zeit Restaurant- oder Kinobesuche, ein Konzert oder eine Reise gönnt, freut sich bestimmt über seine Rückkehr in ein schön gestaltetes Zuhause!

paar sitzt entspannt auf der couch

gropiusstadt

Wohnform Hochhaus: Vergangenheit oder Zukunft?

Wohnform Hochhaus: Vergangenheit oder Zukunft?

 

In den 70er Jahren hatte sich Deutschland weitgehend von dem Thema Hochhäuser verabschiedet. Denn die meisten Konzepte für Hochhaus-Siedlungen am Stadtrand waren nicht aufgegangen, oft sind soziale Brennpunkte entstanden. Ein Beispiel ist die Gropius-Stadt in Berlin. Als 1969 das Ideal-Wohnhaus von Walter Gropius in der gleichnamigen Großsiedlung fertiggestellt war, wurde Neukölln damit Halter eines Berliner Rekordes: Das fast 100 Meter hohe Gebäude galt als das höchste Wohnhaus der Stadt. Wie sich zeigte, hat es jedoch an Infrastruktur und Mietermix gemangelt, die Folge war eine geringe Wohnqualität, ein trostloses Quartier entstand.

Soziale Brennpunkte und Prestigebauten

Aufgrund solcher Erfahrungen erfreuten sich die sogenannten Wohntürme keiner großen Beliebtheit, Hochhäuser waren unpopulär, galten als sozial problematisch und standen kaum im Fokus der Wohnungswirtschaft. Natürlich ließen Banken und Konzerne Hochhäuser als Prestigebauten bauen und prägten damit etwa die Frankfurter Skyline. Denn Hochhäuser sind für viele auch ein Ausdruck höchster Baukultur und –kunst. Gebäude wie der Burj Khalifa in Dubai, das Empire State Building in New York oder die Petrona-Towers in Kuala Lumpur sind weltweit bekannt, prägen das Stadtbild und gelten als Statussymbol. Das Thema Wohnen in der Höhe in deutschen Großstädten hatte sich aber für viele erledigt.

Die Renaissance des Hochhauses

Zur Jahrtausendwende wurde man jedoch wieder aufmerksam auf das Konzept Wohnhochhaus. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung liegt in dem zunehmenden Bevölkerungswachstum und der geringeren Verfügbarkeit von Bauflächen, aber auch an der Frage nach urbanen Lebensformen und Attraktivität von Wohngebieten und Stadt. Neue Ideen für die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit von Hochhäusern kamen in den letzten Jahren vermehrt dazu. Viele Experten sehen die ursprüngliche Form des Wohnens in der Höhe jedenfalls nicht mehr als zeitgemäß. Moderne Konzepte zeigen einen Nutzungsmix auf, der Wohnungen, Büros und Gewerbe in einem Haus vorsieht. Das würde der Vision einer verkehrsberuhigten Smart City entgegenkommen und Probleme, wie sie sich damals in der Gropius-Stadt entwickelt haben, möglicherweise vermeiden.

Berliner Hochhausleitbild

Der Berliner Senat hat bereits reagiert und Anfang 2020 das sogenannte Hochhausleitbild beschlossen. Dieses soll angesichts der besonderen städtebaulichen Bedeutung von Hochhäusern die Interessen zwischen dem Immobilienmarkt und den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger Berlins ausgleichen.

Dabei wird anerkannt, dass in der dynamisch wachsenden Stadt Berlin die räumlichen Entwicklungspotenziale begrenzt sind und Hochhäuser deshalb einen Beitrag dazu leisten können, der anhaltend hohen Flächennachfrage für Wohnungen, Büros, Handel, Infrastruktur und Kultur zu begegnen.

Neue Ideen und Konzepte

Neue Ideen für Hochhäuser gibt es zuhauf – und manche befinden sich schon in der Umsetzung: Mit dem WOHO entsteht im Berliner Bezirk Schöneberg das höchste Holzhochhaus Deutschlands. Auf fast 100 Metern Höhe verteilt sich Wohnen (60 Prozent), aber auch Gewerbe (25 Prozent) und soziale Infrastruktur (15 Prozent). Teile des Gebäudes, darunter das Erdgeschoss und der Dachgarten, sollen öffentlich zugänglich sein.

Grundlegend für den neuen Boom der Hochhäuser ist damit der einfache Gedanke „Der Mix macht’s“: Eine moderne Mixtur von Wohnen und Arbeiten, eine Durchmischung von gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen. Ein Hochhaus kann durchaus Komponenten enthalten, die für das Umfeld wertvoll sind – von der Kita angefangen bis hin zu Pflegeeinrichtungen. Somit können Hochhäuser ein spannender und sinnvoller Bestandteil der Stadtverdichtung und der neuen Urbanität werden.

hochhaeuseransicht

Altbaufassade

Altbau: Ideal des Wohnens oder übersteigerte Nostalgie?

Altbau: Ideal des Wohnens oder übersteigerte Nostalgie?

Altbauten aus der Gründerzeit – sie sind stilgebend für Berlin, die faszinierende Mischung aus imposanter Architektur und Liebe zum Detail ist für viele Menschen das Maß aller Dinge. Historische Häuser und Wohnungen sind besonders in Großstädten wie Berlin so gefragt wie nie zuvor. Die oft zitierte „Patina“ der alten Bauten und Stilelemente wie die prachtvollen, oft stuckverzierten Fassaden, hohe Decken, Dielenböden oder Doppelkastenfenster tragen maßgeblich zur Attraktivität der Gebäude bei.

Gerade die Gründerzeitbauten, die meist um die Jahrhundertwende entstanden sind, verkörpern immer auch ein Stück den Glanz längst vergangener Tage und bewahren so den charakteristischen Reiz deutscher Städte wie Berlin.

Unklare Definition?

Doch was genau ist ein Altbau? Schließlich gibt es für den Begriff „Altbau“ keine allgemeingültige Definition. Der Duden definiert einen Altbau als ein „älteres, vor einem bestimmten Zeitpunkt fertiggestelltes Gebäude“. Wikipedia ist etwas spezifischer: „Als Altbau wird ein Wohngebäude überwiegend aufgrund seiner Beschaffenheit und der während bestimmter Zeitperioden üblichen Bauweise bezeichnet. Hiermit ist im Wesentlichen die bis zum Zweiten Weltkrieg übliche Bauweise im Wohnungsbau gemeint, bei der typischerweise Mauerwerkswände, Holzbalkendecken und Kastenfenster verwendet wurden. Der Beginn der Bauausführung von Betonwänden und -decken sowie Verbund- und Isolierglasfenstern und speziell der Bau von Plattenbauten im großen Stil markiert deshalb allgemein das Ende der Altbauära und wird in Deutschland meist auf das Jahr 1949 datiert.“

Ein Haus, das im Jahr 1954 gebaut wurde ist damit inzwischen auch schon ein alter Bau, wenn jedoch von „Altbauten“ die Rede ist, sind in den meisten Fällen Gründerzeitbauten im Jugendstil oder gar ältere Geschossbauten gemeint. Diese zeichnen sich aus durch die klassischen hohen Decken, Dielenböden, alte Parkettböden, oftmals kleine Speise- oder Mädchenkammern, Stuck, Einfach- oder Doppelkastenfenster. Aber auch die Bauten der klassischen Moderne aus den 1920er Jahren, verfügen teilweise noch über hohe Decken und großzügige Räume und haben ihren ganz eigenen Charme.

Vorteile und Nachteile 

Doch Altbauten können – bei aller Nostalgie – auch ihre Tücken haben. Altbau-Badezimmer sind selten großzügig angelegt, die vorhandenen Räumlichkeiten oft schwierig geschnitten. Auch die Sanitärtechnik, Elektrik und Heizung können veraltet sein, Schimmelbildung kann an manchen Stellen zum Problem werden. Doch nicht jeder ist bereit, das neue Zuhause oder Vermietungsobjekt erst einmal aufwendig instand zu setzen. Im Idealfall ist eine Altbauwohnung daher grundsaniert zu erwerben, ein modern und professionell sanierter Altbau kann die gleichen Annehmlichkeiten bieten wie ein Neubau. Hier müssen kaum Abstriche gemacht werden und die Bewohner genießen Charme und Optik eines Altbaus kombiniert mit den Vorzügen und der modernen Technik einer Neubauwohnung. Verschiedene Immobilienunternehmen in den Großstädten haben sich darauf spezialisiert, gern denkmalgeschützte Altbauten instand zu setzen und die modernisierten Wohnungen an Eigennutzer oder Kapitalanleger zu verkaufen. Für viele „Altbau-Fans“ ist es daher ratsam, von vornherein über den Erwerb einer umfassend sanierten Altbauwohnung nachzudenken – hier ist man sicher vor bösen Überraschungen und kann einen zeitgemäßen Wohnstandard genießen.

Alt oder Neu ist eine Typfrage!

Doch natürlich kann kein Gebäudetyp alles bieten. Auch beim umfassend sanierten und hochwertig modernisierten Altbau müssen Käufer unter Umständen Einschränkungen gegenüber einer Neubauwohnung hinnehmen. Dazu gehören in erster Linie die Grenzen der Energieeffizienz, die vorhandene Raumaufteilung und die oftmals eingeschränkte Barrierefreiheit. Natürlich ist eine umfassend sanierte und modernisierte Immobilie in bester Lage nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen. In begehrten Lagen der Hauptstadt reicht das Preisniveau nicht nur an das von Neubauobjekten heran, teilweise übertrifft es diese sogar.

Letzten Endes ist die Entscheidung für einen Alt- oder Neubau – wie so oft – eine Frage des persönlichen Geschmacks, über den sich bekanntlich streiten lässt. Freunde des klassischen Gründerzeitaltbaus finden in Städten wie Berlin jedoch ein umfassendes Angebot, das kaum Wünsche offen lässt.


mann mit taschenrechner am schreibtisch

Risiko oder Chance: Wohneigentum als Kapitalanlage

Risiko oder Chance: Wohneigentum als Kapitalanlage

Das eigene Zuhause ist für viele Menschen nach wie vor ein großer Traum. Doch es hat sich viel verändert. Sowohl auf dem Immobilienmarkt als auch im Denken der Menschen. Gerade für die Stadtbevölkerung spielt Wohneigentum oft nur eine untergeordnete Rolle: Berlin hat gerade mal eine Eigentumsquote von 15 Prozent.

Dabei ist eine Kapitalanlage in Immobilien in Zeiten niedriger Zinsen – hier kann man durchaus von Negativzinsen sprechen – eine Orientierung mit Perspektive. Auch Versicherungen bringen kein Geld mehr und der volatile Aktienmarkt ist – gerade für Laien – mit zu hohen Risiken verbunden. Wer Zukunftssicherheit schaffen und finanziellen Problemen im Alter vorbeugen möchte, sollte heute primär in Immobilien investieren.

Auch eine Finanzierung ist möglich, wenn das Eigenkapital für den Erwerb einer Eigentumswohnung in Berlin nicht ausreicht. Durch die Niedrigzinsen, die in puncto Finanzierung einen Vorteil verschaffen, haben viel mehr Menschen die Chance auf eine Kapitalanlage in Sachwerte wie Immobilien.

Denn ein Haus oder eine Eigentumswohnung sind unvergänglich. Sie gewinnen an Wert und werfen eine gute Rendite ab. Das wird sich in den kommenden Jahren noch steigern, denn der Berliner Immobilienmarkt verknappt sich und es ist bereits in der Gegenwart sehr schwierig, freie Bauplätze oder ein Objekt zur Sanierung zu finden.

Wer finanzieren möchte, sollte jedoch keinesfalls auf eine kompetente Beratung verzichten. Gleiches gilt natürlich für Kapitalanleger, die ihr eigenes Geld investieren. Um mit Immobilien Rendite zu erwirtschaften, kommt es auf die Berücksichtigung einiger wichtige Aspekte an. Die Lage, die Tradition des Objekts und die hinter alter Fassade befindliche moderne Technik sowie Ausstattung sind ein stabiles Fundament.

Die Eigennutzung ist nur für einen Teil der Kapitalanleger interessant. Immer mehr Bewohner der Landeshauptstadt entdecken die Anschaffung und Weitervermietung für sich. Hier ist die Rendite am höchsten und die Investition ist sicher angelegt.

schlüsselübergabe

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Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 2: Die geeignete Finanzierung

Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 2: Die geeignete Finanzierung 

Hat man sich dafür entschieden, eine Wohnimmobilie zu erwerben, stehen Käufer normalerweise im nächsten Schritt vor der Wahl der geeigneten Finanzierung. Denn nur die wenigsten privaten Käufer können die Immobilie gänzlich aus eigener Tasche, also allein durch Eigenkapital finanzieren.

Es gibt verschiedene Finanzierungsanbieter, die Käufer in Anspruch nehmen können. Dazu zählen Banken, Versicherungsgesellschaften oder auch staatliche Einrichtungen. Die Frage der Finanzierung Ihrer Wohnung sollte schon möglichst früh geklärt werden – am besten bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben. Dabei gilt es einiges zu beachten. Wenn die falsche Finanzierungsform gewählt wird, können möglicherweise mehr Kosten anfallen und die Immobilie wird letztendlich teurer als ursprünglich geplant. Welche unterschiedlichen Kreditvarianten existieren und worauf Sie besonders achten sollten, erfahren Sie hier.

Welche Finanzierung ist die passende?

Annuitätendarlehen sind die häufigste und unkomplizierteste Art der Finanzierung. Kreditinstitute stellen einen bestimmten Betrag zur Verfügung, der innerhalb eines festgelegten Zeitraums in vorher bestimmten Raten getilgt werden muss. Die Rate setzt sich aus der Tilgung und den Zinsen zusammen. Doch nicht alle Kosten werden von dem Darlehen der Bank gedeckt.

Nebenkosten des Wohnungskaufs wie die Grunderwerbsteuer, Maklerprovision sowie Notar-, Umzugs- und Betriebskosten dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Dementsprechend sollten Sie über einige Rücklagen verfügen, wenn Sie den Erwerb einer Immobilie in Erwägung ziehen. Nur in seltenen Fällen werden die Kaufnebenkosten mitfinanziert. Das Annuitätendarlehen zeichnet sich durch eine gute Planungssicherheit aus. Die Raten sind vorher festgelegt und die Zinsen auf zehn oder fünfzehn Jahren festgelegt. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch, dass der Vertrag nicht innerhalb der Laufzeit verändert werden kann. Nach diesem Zeitraum muss eine Anschlussfinanzierung abgeschlossen werden.

Möchten Sie eine Anschlussfinanzierung vermeiden, bietet sich das Volltilgerdarlehen an. Dieses schließen Sie in den meisten Fällen mit einer längeren Zinsbindung ab, dafür bleibt am Ende der Laufzeit keine Restschuld übrig. Die Planungssicherheit ist deshalb hierbei besonders hoch. Die Zinsbindung beträgt meist zwischen 15 und 35 Jahre, in denen Sie monatlich gleich hohe Raten zahlen.

Die Finanzierung kann auch durch endfällige Darlehen erfolgen. Diese Variante ist jedoch meist teurer als die Annuitätendarlehen. Dabei wird neben einem Darlehensvertrag ebenfalls ein Sparvertrag abgeschlossen. Während der Laufzeit werden nur die Zinsen gezahlt, somit bleibt die Restschuld bis zum Ende gleich hoch. Der Vorteil liegt darin, dass die monatlichen Raten wesentlich geringer ausfallen. So kann das Geld bis zum Ende des Darlehens gespart werden. Wenn Sie also planen, Ihr jetziges Heim zu verkaufen, um damit den neuen Kredit abzubezahlen, kann dies durchaus eine nützliche Alternative darstellen. Denn oftmals kann der Zeitpunkt des Verkaufs nicht optimal geplant werden. Aber Vorsicht: Wenn Sie am Ende der Laufzeit keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung haben, müssen Sie unter Umständen einen erneuten Kredit aufnehmen.

finanzierung für das eigenheim

Preisvergleiche für die besten Konditionen

Der Kauf einer Wohnimmobilie ist mit hohen Kosten verbunden. Umso wichtiger ist es, die passende Finanzierung für sich zu finden und die damit einhergehenden Kosten gut abzuschätzen, damit im Prozess der Tilgung keine finanziellen Engpässe auftreten. Die Auswahl einer preiswerten Finanzierung ist hierbei sehr entscheidend. Vergleiche können online bequem vom Sofa aus vorgenommen werden. Sie sollten Ihre Hausbank im nächsten Schritt über die günstigsten Konditionen in Kenntnis setzen, um gegebenenfalls selbst bessere Konditionen zu erhalten.

Wenn die Finanzierungsfrage geklärt ist, fehlen nur noch wenige Schritte bis zum Kaufabschluss. Im dritten und letzten Teil unserer Wohnungskauf-Serie erhalten Sie wichtige Informationen zur Prüfung und Beurkundung des Kaufvertrags.

Paar prüft Budget

blumen im wohnzimmer

Wohninspirationen – die Frühjahrstrends für Ihre Altbauwohnung

Wohninspirationen - die Frühjahrstrends für Ihre Altbauwohnung

Endlich ist Frühlingsanfang: Die Natur blüht auf, die ersten warmen Sonnenstrahlen scheinen durchs Fenster und die Tage werden wieder länger. Der Beginn der neuen Jahreszeit motiviert auch viele Leute, die Einrichtung ihrer Wohnung zu verändern. Die letzten winterlichen Accessoires werden in den Schänken verstaut und machen Platz für Neues. Sie brauchen Inspirationen? – Wir stellen Ihnen die neuesten Frühlingstrends für Ihre Altbauimmobilie vor.

Zurück zum Retro-Look: eine Reise in die 1960er-Jahre

Traditionelle Formen kombiniert mit moderner Ästhetik: Der Frühjahrstrend geht auf die 1960er- und 1970er-Jahre zurück. Ausgefallene Mustertapeten oder Bilder mit abstrakten Motiven verleihen Ihrer Wohnung einen gemütlichen, aber modernen Charakter. Auch Polstermöbel in Metallic-Farben mit Holz oder Marmorelementen eignen sich gut, um einen Mix aus Retro und Moderne zu kreieren.

 

Möbel in organischen Formen sind wieder im Trend. Fließende und wellenförmige Silhouetten aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind bei den verschiedensten Einrichtungsgegenständen zu finden. Eckige Kanten gehören der Vergangenheit an. Der Stil der „Organic Shapes“ ist geprägt von abgerundeten Sofas, Sesseln und Hockern. Auch Dekoartikel wie Vasen und Lampen sind in diesem Stil zu erwerben. Möbelstücke in organischen Formen fügen sich gut ins Raumbild ein und können eine beruhigende Wirkung erzielen.

moderne einrichtung mustertapete

Nachhaltigkeit im eigenen Wohnzimmer – Naturmaterialien verwenden

Green Living wird auch in diesem Jahr großgeschrieben, denn Nachhaltigkeit fängt schon in den eigenen vier Wänden an. Statt chemisch verarbeitete Stoffe zu verwenden, geht es um das Upcycling von natürlichen Materialien. Dazu zählen verschiedene Holzarten wie Eiche, Birke und Ahorn sowie Materialien wie Leinen, Rattan und Bambus. Qualitatives Naturmaterial sieht nicht nur hochwertig und zeitlos aus, sondern ist obendrein umweltfreundlich und gesundheitsfördernd. Denn viele zumeist preiswerte Möbelstücke erhöhen die Schadstoffbelastung in der Luft durch giftige Materialien und Lackierungen.

Naturmaterial ist besonders gut mit sanften Farben wie Beige, Creme und Grau kombinierbar. Auch Pflanzen verschönern das Raumbild und fungieren noch dazu als natürliche Luftreiniger.

Ob extravagante Retromuster, organisch fließende Möbelstücke oder schlichtes Naturmaterial – die aktuellen Frühjahrstrends halten für jeden Geschmack etwas bereit. Also: Werden Sie kreativ und verleihen Sie Ihren eigenen vier Wänden einen neuen Schliff.

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Haustuer aufschliessen Eigenheim

Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 1: Worauf sollten Eigennutzer achten?

Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 1: Worauf sollten Eigennutzer achten?

Wenn ein Hemd in der verkehrten Größe, ein defektes Elektrogerät oder gar ein unpraktisches Möbelstück gekauft wird, ist das zwar ärgerlich, zumeist kann der Fehlkauf aber mithilfe des Kassenbons umgetauscht werden. Der Erwerb einer Immobilie ist hingegen eine Lebensentscheidung, weshalb Fehler besser vermieden und Potenziale voll ausgeschöpft werden sollten.

In Deutschland gelten für den Immobilienkauf strenge Vorschriften – vor allem zu Ihrem Schutz als Käufer. Was sollten Sie über den Kauf einer Immobilie wissen und welche Rechte und Pflichten bringt eine Eigentumswohnung mit sich? Unsere dreiteilige Einsteiger-Reihe thematisiert sämtliche Bereiche rund um den Wohnungskauf.

Wichtig dabei ist vor allem die Frage, ob es eine Neubau- oder Altbauwohnung sein soll und ob diese selbst genutzt oder als Kapitalanlage vermietet werden soll. Denn bei der Auswahl des richtigen Objekts ergeben sich unterschiedliche Kriterien.

Haustuer aufschliessen Eigenheim

Das Eigenheim – die eigene Immobilie als Zuhause

Viele Menschen träumen von einem Eigenheim: Keine monatliche Miete in fremde Taschen zahlen oder Angst vor Kündigung und steigender Miethöhe. Als Eigentümer einer Immobilie obliegt Ihnen außerdem die Freiheit, Ihre Wohnung nach den eigenen Vorstellungen zu sanieren und umzubauen.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Immobilie selbst zu nutzen, sollten Sie sich darin vor allem wohlfühlen. Es stellt sich die Frage, ob die Immobilie zu Ihrer Familienplanung passt: Hat die Wohnung eine ausreichende Größe für zukünftige Kinderzimmer oder den gewünschten Garten für geplante Haustiere? Natürlich sind auch die Lage und Umgebung entscheidend. Je nach persönlichem Geschmack und individuellem Lebensstil sind Faktoren wie der Arbeitsweg, Verkehrsinfrastruktur, Freizeit- und Kulturangebote, Naherholungsgebiete oder fußläufig gelegene Kitas und Schulen ausschlaggebend.

Das Eigenheim kann später als gute Altersvorsorge dienen. Denn wenn der Kredit bis zum Renteneintritt abbezahlt und die Immobilie damit lastfrei ist, sind Sie von dem Wunsch des kostenfreien Wohnens unweit entfernt. Lediglich die Nebenkosten müssen weiterhin getragen werden. Entscheiden Sie sich für den Verkauf Ihrer Immobilie, können Sie im hohen Alter wiederum auf ein finanzielles Polster zugreifen.

mutter mit kind daheim

Immobilie statt Sparbuch – die Kapitalanlage

Im Gegensatz zu Selbstnutzern profitieren Kapitalanleger von einem stetigen Cashflow. Regelmäßige Mieteinnahmen können über den Renteneintritt hinaus für ein zweites, passives Einkommen sorgen und gelten daher als beliebte Altersvorsorge. Zudem können Sie auch im Alter Eigenbedarf anmelden und die Immobilie selbst bewohnen.

Die Immobilie als Kapitalanlage hat vor allem steuerliche Vorteile. Die AfA und laufende Kosten für die Instandhaltung können steuerlich abgesetzt werden. Auch wenn Sie als Vermieter generell für Instandsetzungen oder die Kosten für Hausverwaltungen etc. aufkommen müssen, sind diverse Kosten für die Straßen- und Gebäudereinigungen oder Gartenpflege umlagefähig.

Wenn Sie planen, eine erworbene Immobilie zu vermieten, spielt bei der Suche nach der passenden Wohnung vor allem die Makro- und Mikrolage eine große Rolle: Ist der Standort für potenzielle Mieter attraktiv und spricht der Grundriss verschiedene Mietergruppen an? Mit einem Blick auf die demografische Verteilung im Stadtbezirk kann die Nachfrage noch besser abgeschätzt werden. Ist der Bezirk eher von Singles und jungen Familien geprägt, sind Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen gefragter als zu große Objekte. Besitzt eine Immobilie beispielsweise drei gut aufgeteilte Räume, kann je nach Bedarf ein Büro, Kinderzimmer oder ein zusätzlicher Hobbyraum eingerichtet werden, wodurch mehrere potenzielle Mietergruppen angesprochen werden. Je nach Demografie sind außerdem Faktoren wie die Nähe zu Schulen und Freizeiteinrichtungen, Ärzten oder Bars und Restaurants entscheidend. Wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen, ist die Vermietung eine durchaus rentable Option.

Die Frage, ob eine Immobilie der Selbstnutzung oder als Kapitalanlage dienen sollte, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Entscheidung hängt mit vielen persönlichen Faktoren und den Standortbestimmungen der Immobilie zusammen und muss individuell abgewogen werden.

Im nächsten FORTIS-Blog erfahren Sie alles rund um die geeignete Finanzierung Ihrer Immobilie.


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So sparen Sie bei der Sanierung Ihrer Immobilie

So sparen Sie bei der Sanierung Ihrer Immobilie

Marode Leitungen, undichte Fenster oder der barrierefreie Umbau der eigenen vier Wände: Die Sanierung von Bestandsimmobilien kann unterschiedliche Gründe haben und mitunter sehr kostspielig werden. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten zu informieren. Zinsgünstige Förderungsdarlehen, Tilgungszuschüsse oder Beratungen – finanzielle und fachliche Unterstützungen können die Sanierung Ihrer Immobilie deutlich erleichtern und den Geldbeutel erheblich entlasten.

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Förderung für den energieeffizienten Umbau

Hohe Strom- und Heizkosten sieht keiner gerne auf seiner Rechnung. Deshalb ist es wichtig, ineffiziente Heizkörper und schlecht isolierte Wände und Fenster zu erneuern und die Ursachen zu beheben. Bevor Sie einen Handwerker rufen, ist es sinnvoll, einen Energieberater zurate zu ziehen. Diese Beratung wird zu 60 Prozent vom Staat finanziert und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung energieeffizientes Wohnen dar.

 

Vor der eigentlichen Sanierung Ihres Heims sollten Sie auf die rechtzeitige Beantragung eines Förderungsprogramms achten, denn diese muss bereits vor dem Beginn der Bauarbeiten erfolgen. Am besten lassen Sie den Umbau von einem Architekten oder Ingenieur begleiten, der die Vorhaben aufeinander abstimmt. Auch hierfür übernimmt der Staat bis zu 50 Prozent der Kosten. Zudem gibt die Begleitung durch einen Profi eine gewisse Sicherheit. Wenn Sie mit der Sanierung beginnen und im Besitz einer über 19 Jahre alten Immobilie sind, haben Sie besonders Glück: Sie können einen drei- bis vierstelligen Zuschuss für den energieeffizienten Umbau ihres Eigenheims erhalten. Denn auch Altbauten können, anders als oftmals behauptet wird, energetisch saniert und gefördert werden. Die sieben häufigsten Irrtümer rund um die Altbausanierung, können Sie hier im FORTIS-Blog nachlesen.

paar im badezimmer

Erhöhter Wohnkomfort dank Modernisierung

Einzelne Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren sind an kein Alter gebunden. Ob bodentiefe Dusche im Badezimmer, die Vertiefung von Türrahmen oder der Einbau eines Treppenlifts – Modernisierungsmaßnahmen für einen erhöhten Wohnkomfort können Sie ebenfalls mithilfe einer staatlichen Finanzspritze durchführen. Bis zu 20 Prozent der Kosten können bei rechtzeitiger Antragstellung gespart werden.

Modernisierungsmaßnahmen umfassen auch die Erhöhung des Sicherheitsstandards. Möchten Sie Ihre Immobilie also einbruchsicherer gestalten, können Sie ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Hierzu zählen beispielsweise Alarmanlagen, Gitter und Rollläden oder das Verstärken von Türzargen. Alle Anträge sind online auf dem KfW-Zuschussportal zu finden.

Es gibt also bei der Sanierung oder Aufrüstung einer Immobilie vielfältige Möglichkeiten finanzielle Zuschüsse vom Staat zu erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, sich bereits bei der Planung darüber zu informieren. Damit können Sie einige Kosten einsparen und sich durch die professionelle Baubegleitung oder Energieberatung gut beraten lassen.