Haustuer aufschliessen Eigenheim

Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 1: Worauf sollten Eigennutzer achten?

Wohnungskauf in drei Schritten - Teil 1: Worauf sollten Eigennutzer achten?

Wenn ein Hemd in der verkehrten Größe, ein defektes Elektrogerät oder gar ein unpraktisches Möbelstück gekauft wird, ist das zwar ärgerlich, zumeist kann der Fehlkauf aber mithilfe des Kassenbons umgetauscht werden. Der Erwerb einer Immobilie ist hingegen eine Lebensentscheidung, weshalb Fehler besser vermieden und Potenziale voll ausgeschöpft werden sollten.

In Deutschland gelten für den Immobilienkauf strenge Vorschriften – vor allem zu Ihrem Schutz als Käufer. Was sollten Sie über den Kauf einer Immobilie wissen und welche Rechte und Pflichten bringt eine Eigentumswohnung mit sich? Unsere dreiteilige Einsteiger-Reihe thematisiert sämtliche Bereiche rund um den Wohnungskauf.

Wichtig dabei ist vor allem die Frage, ob es eine Neubau- oder Altbauwohnung sein soll und ob diese selbst genutzt oder als Kapitalanlage vermietet werden soll. Denn bei der Auswahl des richtigen Objekts ergeben sich unterschiedliche Kriterien.

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Das Eigenheim – die eigene Immobilie als Zuhause

Viele Menschen träumen von einem Eigenheim: Keine monatliche Miete in fremde Taschen zahlen oder Angst vor Kündigung und steigender Miethöhe. Als Eigentümer einer Immobilie obliegt Ihnen außerdem die Freiheit, Ihre Wohnung nach den eigenen Vorstellungen zu sanieren und umzubauen.

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Immobilie selbst zu nutzen, sollten Sie sich darin vor allem wohlfühlen. Es stellt sich die Frage, ob die Immobilie zu Ihrer Familienplanung passt: Hat die Wohnung eine ausreichende Größe für zukünftige Kinderzimmer oder den gewünschten Garten für geplante Haustiere? Natürlich sind auch die Lage und Umgebung entscheidend. Je nach persönlichem Geschmack und individuellem Lebensstil sind Faktoren wie der Arbeitsweg, Verkehrsinfrastruktur, Freizeit- und Kulturangebote, Naherholungsgebiete oder fußläufig gelegene Kitas und Schulen ausschlaggebend.

Das Eigenheim kann später als gute Altersvorsorge dienen. Denn wenn der Kredit bis zum Renteneintritt abbezahlt und die Immobilie damit lastfrei ist, sind Sie von dem Wunsch des kostenfreien Wohnens unweit entfernt. Lediglich die Nebenkosten müssen weiterhin getragen werden. Entscheiden Sie sich für den Verkauf Ihrer Immobilie, können Sie im hohen Alter wiederum auf ein finanzielles Polster zugreifen.

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Immobilie statt Sparbuch – die Kapitalanlage

Im Gegensatz zu Selbstnutzern profitieren Kapitalanleger von einem stetigen Cashflow. Regelmäßige Mieteinnahmen können über den Renteneintritt hinaus für ein zweites, passives Einkommen sorgen und gelten daher als beliebte Altersvorsorge. Zudem können Sie auch im Alter Eigenbedarf anmelden und die Immobilie selbst bewohnen.

Die Immobilie als Kapitalanlage hat vor allem steuerliche Vorteile. Die AfA und laufende Kosten für die Instandhaltung können steuerlich abgesetzt werden. Auch wenn Sie als Vermieter generell für Instandsetzungen oder die Kosten für Hausverwaltungen etc. aufkommen müssen, sind diverse Kosten für die Straßen- und Gebäudereinigungen oder Gartenpflege umlagefähig.

Wenn Sie planen, eine erworbene Immobilie zu vermieten, spielt bei der Suche nach der passenden Wohnung vor allem die Makro- und Mikrolage eine große Rolle: Ist der Standort für potenzielle Mieter attraktiv und spricht der Grundriss verschiedene Mietergruppen an? Mit einem Blick auf die demografische Verteilung im Stadtbezirk kann die Nachfrage noch besser abgeschätzt werden. Ist der Bezirk eher von Singles und jungen Familien geprägt, sind Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen gefragter als zu große Objekte. Besitzt eine Immobilie beispielsweise drei gut aufgeteilte Räume, kann je nach Bedarf ein Büro, Kinderzimmer oder ein zusätzlicher Hobbyraum eingerichtet werden, wodurch mehrere potenzielle Mietergruppen angesprochen werden. Je nach Demografie sind außerdem Faktoren wie die Nähe zu Schulen und Freizeiteinrichtungen, Ärzten oder Bars und Restaurants entscheidend. Wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen, ist die Vermietung eine durchaus rentable Option.

Die Frage, ob eine Immobilie der Selbstnutzung oder als Kapitalanlage dienen sollte, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Entscheidung hängt mit vielen persönlichen Faktoren und den Standortbestimmungen der Immobilie zusammen und muss individuell abgewogen werden.

Im nächsten FORTIS-Blog erfahren Sie alles rund um die geeignete Finanzierung Ihrer Immobilie.


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So sparen Sie bei der Sanierung Ihrer Immobilie

So sparen Sie bei der Sanierung Ihrer Immobilie

Marode Leitungen, undichte Fenster oder der barrierefreie Umbau der eigenen vier Wände: Die Sanierung von Bestandsimmobilien kann unterschiedliche Gründe haben und mitunter sehr kostspielig werden. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten zu informieren. Zinsgünstige Förderungsdarlehen, Tilgungszuschüsse oder Beratungen – finanzielle und fachliche Unterstützungen können die Sanierung Ihrer Immobilie deutlich erleichtern und den Geldbeutel erheblich entlasten.

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Förderung für den energieeffizienten Umbau

Hohe Strom- und Heizkosten sieht keiner gerne auf seiner Rechnung. Deshalb ist es wichtig, ineffiziente Heizkörper und schlecht isolierte Wände und Fenster zu erneuern und die Ursachen zu beheben. Bevor Sie einen Handwerker rufen, ist es sinnvoll, einen Energieberater zurate zu ziehen. Diese Beratung wird zu 60 Prozent vom Staat finanziert und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung energieeffizientes Wohnen dar.

 

Vor der eigentlichen Sanierung Ihres Heims sollten Sie auf die rechtzeitige Beantragung eines Förderungsprogramms achten, denn diese muss bereits vor dem Beginn der Bauarbeiten erfolgen. Am besten lassen Sie den Umbau von einem Architekten oder Ingenieur begleiten, der die Vorhaben aufeinander abstimmt. Auch hierfür übernimmt der Staat bis zu 50 Prozent der Kosten. Zudem gibt die Begleitung durch einen Profi eine gewisse Sicherheit. Wenn Sie mit der Sanierung beginnen und im Besitz einer über 19 Jahre alten Immobilie sind, haben Sie besonders Glück: Sie können einen drei- bis vierstelligen Zuschuss für den energieeffizienten Umbau ihres Eigenheims erhalten. Denn auch Altbauten können, anders als oftmals behauptet wird, energetisch saniert und gefördert werden. Die sieben häufigsten Irrtümer rund um die Altbausanierung, können Sie hier im FORTIS-Blog nachlesen.

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Erhöhter Wohnkomfort dank Modernisierung

Einzelne Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren sind an kein Alter gebunden. Ob bodentiefe Dusche im Badezimmer, die Vertiefung von Türrahmen oder der Einbau eines Treppenlifts – Modernisierungsmaßnahmen für einen erhöhten Wohnkomfort können Sie ebenfalls mithilfe einer staatlichen Finanzspritze durchführen. Bis zu 20 Prozent der Kosten können bei rechtzeitiger Antragstellung gespart werden.

Modernisierungsmaßnahmen umfassen auch die Erhöhung des Sicherheitsstandards. Möchten Sie Ihre Immobilie also einbruchsicherer gestalten, können Sie ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Hierzu zählen beispielsweise Alarmanlagen, Gitter und Rollläden oder das Verstärken von Türzargen. Alle Anträge sind online auf dem KfW-Zuschussportal zu finden.

Es gibt also bei der Sanierung oder Aufrüstung einer Immobilie vielfältige Möglichkeiten finanzielle Zuschüsse vom Staat zu erhalten. Deshalb ist es sinnvoll, sich bereits bei der Planung darüber zu informieren. Damit können Sie einige Kosten einsparen und sich durch die professionelle Baubegleitung oder Energieberatung gut beraten lassen.


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Kaufen statt mieten – wann sich der Erwerb einer Altbauwohnung lohnt

Kaufen statt mieten – wann sich der Erwerb einer Altbauwohnung lohnt

Sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, stellt für viele Menschen ein zentrales Ziel im Leben dar. Die Gründe, die für den Kauf einer Eigentumswohnung sprechen, sind vielseitig – ob es nun die Absicherung im Alter ist oder dem Zweck dienen soll, den auf lange Sicht steigenden Mietpreisen zu entkommen. Welche Vorteile darüber hinaus der Erwerb eines Eigenheims mit sich bringen und worauf Sie achten sollten, damit dieser sich auch lohnt, erfahren Sie hier.

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Die Vorteile sind vielfältig

 Neben der Möglichkeit, sich langfristig finanziell zu entlasten, sind es für viele Menschen die gestalterischen Freiheiten, die den Kauf von Wohneigentum so erstrebenswert machen. Der Vorteil des Gestaltungsspielraums besteht zum einen darin, dass Eigentümer keinen Vermieter um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie in ihrem Zuhause etwas umgestalten wollen. Und bei Objekten, die sich noch in der Entwicklung befinden, ist es oftmals sogar möglich, den Grundriss und damit die späteren Räume frei anzupassen, weshalb für viele der Kauf einer Wohnung im Rohbau besonders interessant ist. Als Eigentümer fällt zudem das Risiko weg, die Mietwohnung verlassen zu müssen, sollte Eigenbedarf angemeldet werden.

Um in jedem Fall sicher beurteilen zu können, ob sich der Erwerb finanziell lohnt, sind die Entwicklungen der zukünftigen Miet- und Kaufpreise am jeweiligen Standort entscheidend. Da diese sich jedoch nicht vorhersagen lassen, ist es ratsam, nach bestem Gewissen verschiedenste Faktoren wie beispielsweise die Mikrolage vorab eingehend zu prüfen. Kaufen Sie ein entsprechendes Objekt unter Einbezug der jeweiligen Kriterien zu einem angemessenen Preis, ist es wahrscheinlich, dass sich die Entscheidung für Wohneigentum und gegen eine Mietwohnung rentiert. Als Selbstnutzer setzt sich der Ertrag aus der Mietersparnis, der Wertsteigerung, dem Steuervorteil und den Fördermitteln zusammen.

Wohnungskauf Rentabel

Ein langer Atem rentiert sich

Eigentümer zahlen keine Miete. Die Ersparnis fließt über den Schuldendienst in das eigene Objekt, während das Vermögen mit sinkender Restschuld stetig wächst. Setzt sich der Trend steigender Mieten ähnlich wie in den zurückliegenden 15 Jahren fort, in denen die Mieten jedes Jahr um knapp ein Prozent gestiegen sind, profitieren Eigentümer von der wachsenden Mietersparnis. Sollte die erworbene Immobilie zu einem angemessenen Preis gekauft worden sein und sich in guter Lage befinden, kann in den meisten Fällen von einer langfristigen Wertsteigerung ausgegangen werden, die etwa ein Prozent pro Jahr beträgt. Der Steuervorteil besteht bei Eigentumswohnungen darin, dass die genannte Mietersparnis sowie die mögliche Wertsteigerung steuerfrei sind. Überdies fördert der Staat den Kauf oder auch die Modernisierung von Wohneigentum mit Zuschüssen, Zulagen sowie günstigen Krediten. Die Höhe der Förderung hängt von dem jeweiligen Objekt oder baulichen Vorhaben ab und kann mehrere zehntausend Euro betragen.

Bis sich der Kauf einer Eigentumswohnung tatsächlich finanziell lohnt, dauert es seine Zeit. Wie viel Geduld Sie mitbringen müssen, hängt neben der Höhe der Kosten vom Eigenkapital ab, das Sie einsetzen, und davon, wie schnell Sie den entsprechenden Kredit zurückzahlen. Unabhängig davon profitieren künftige Eigentümer in jedem Fall von dem aktuell niedrigen Zinsniveau, weshalb der Zeitpunkt zu investieren momentan gut ist. Trotz der höheren Anfangsbelastung, die sich aus den Kreditraten, den Nebenkosten für Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuchamt und Makler sowie aus den Kosten für die Hausverwaltung und die Instandhaltung zusammensetzen, können Sie in den meisten Fällen davon ausgehen, dass sich der Erwerb früher oder später bezahlt macht.


kamin im altbau

Kamin im Altbau – das gilt es zu beachten

Kamin im Altbau – das gilt es zu beachten

Ein Kamin sorgt in einer Altbauwohnung nicht nur für Wärme, Gemütlichkeit und Wohnqualität, sondern ist obendrein ein echter Hingucker. Da es mit einem Kamin zudem möglich ist, Heizkosten zu senken, ist auch ein nachträglicher Einbau bei vielen Eigentümern beliebt. Wir stellen einige der Kaminarten vor und erklären, worauf zu achten ist.

Schornsteinfeger als erster Ansprechpartner

Unabhängig davon, ob Sie einen Kamin modernisieren oder einbauen möchten, sollte in jedem Fall der Schornsteinfeger der erste Ansprechpartner sein. Da die entsprechende Anlage vor Inbetriebnahme vom Schornsteinfeger abgenommen werden muss, ist es sinnvoll, wenn dieser bereits früh in die Planung einbezogen wird. Neben technischen Ratschlägen zu etwaigen Anforderungen und Austauschpflichten, die er geben kann, kann so zudem in erster Linie bei einem nachträglichen Einbau schnell herausgefunden werden, inwiefern in Ihrem Altbau ein Anschluss an den vorhandenen Schornstein möglich ist.

Im Zuge von Kontrollmessungen und anhand des Ofenbaujahrs wird in Erfahrung gebracht, ob und bis wann Handlungsbedarf besteht und der entsprechende Kaminofen durch einen neuen mit moderner Bau- und Verbrennungstechnik ersetzt werden muss. An dieser Stelle kann es ratsam sein, den Kamin durch den Einbau einer Heizkassette, einer modernen Verbrennungssteuerung oder eines Feinstaubfilters nachzurüsten.

altbau mit kamin

Um den Schadstoffausstoß zu minimieren, die aktuellen Emissions- und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und die Wärme länger zu halten, lohnt es sich bei offenen Kaminen, nachträglich einen Heizeinsatz mit Sichtscheibe einzubauen. Der Bundesimmissionsschutzverordnung zufolge benötigen bestehende Kamine ohnehin ab 2024 eine Tür, einen Feinstaubfilter sowie bestimmte Emissionswerte, die es einzuhalten gilt.

Kaminarten im Überblick

Sind Sie sich der technischen Gegebenheiten bewusst, können Sie sich der weiteren Planung widmen. Generell sollte der Leistungsbereich des Kamins an die jeweiligen Räumlichkeiten angepasst sein. Ist Ihr Altbau beispielsweise erst kürzlich gedämmt worden, sollten Sie eher zu einer kleineren Variante greifen. Abhängig vom individuellen Heiz- und Nutzerverhalten kann der ideale Kamintyp ganz unterschiedlich sein. So kann ein Kamin zum Beispiel entweder über eine schnelle Wärmeabgabe verfügen oder durch seine langen Speicherzeiten punkten.

altbauwohnung kamin

Wer nach einem Kamin sucht, bei dem man sich beim Feuern, Schüren und Reinigen nicht bücken muss, wird von einem Kamin zum Hängen begeistert sein. Die ursprünglich aus Skandinavien stammende Kaminart wird auch hierzulande zunehmend beliebter. Die Vorteile eines Hängekamins liegen auf der Hand: Indem der Kamin höher im Raum platziert wird, was vor allem in Altbauwohnungen mit hohen Decken gut zur Geltung kommt, sinkt die Verbrennungsgefahr für Kinder und Tiere. Darüber hinaus kann er zentral im Raum platziert werden. Besonders gemütlich wird es grundsätzlich immer mit einem Glaskamin, da das Feuer durch eine große Glasfläche, die im Idealfall auf drei Seiten vorhanden ist, bewundert werden kann. Auf diese Weise wird der größtmögliche Lagerfeuer-Effekt erzielt. Wen der Reinigungsaufwand eines herkömmlichen Kamins abschreckt, für den könnte ein Gaskamin die richtige Wahl sein. Vorteil: Nicht nur der Kamin, sondern auch die Luft selbst bleibt mit einem Gaskamin sauber, da dieser so gut wie keinen Feinstaub erzeugt.


Esszimmer Altbau

Altbauimmobilien: Das Esszimmer richtig in Szene setzen

Altbauimmobilien: Das Esszimmer richtig in Szene setzen

Das Esszimmer ist mehr als nur ein Ort, an dem gegessen wird. Vor allem dann, wenn ein offener Koch- und Wohnbereich daran anschließt, was gerade in Altbauwohnungen meistens der Fall ist. Dann wird das Esszimmer schnell zum Kommunikationsknotenpunkt der eigenen vier Wände, der dann passenderweise häufig „Essbereich“ genannt wird. Grund genug, mit der Einrichtung ein Statement zu setzen und einen Ort zu schaffen, an dem man gerne zusammenkommt. Wie Sie Ihr Esszimmer optimal in Szene setzen können, zeigen wir Ihnen.

Tischgruppe mit Stühlen

Der Tisch – welches Material ist das richtige für mich?

Je nach Material verleihen Sie Ihrem Esszimmer eine gänzlich andere Wirkungsweise. Während Glas eher kühl und aufgrund seiner Transparenz sehr leicht wirkt, handelt es sich bei Holz um einen pflegeleichten Allrounder, der durch sein Äußeres Wärme ausstrahlt. Altert das Holz gepflegt und schön, wird das entsprechende Mobiliar schnell zu einem Lebensbegleiter. Aufgrund seiner individuellen Maserung, Farbe und Dichte ist auch ein Esstisch aus Naturstein ein Unikat, der im Raum auf Anhieb für einen markanten und unverwechselbaren Look sorgt. Wie Sie mit der richtigen Farbkombination ganze Räume völlig neu erstrahlen lassen, lesen Sie auch in unserem Interview mit Farbexpertin Anna von Mangoldt.

Wenn Sie den Platz dafür haben, sollte der Tisch mittig im Raum stehen, um auch wirklich als Blickfang wahrgenommen zu werden. Wenn es darum geht, die richtige Form und Größe zu finden, so sollte beides zum Grundriss passen. Ein runder Tisch beispielsweise hat den Vorteil, mehreren Personen einen idealen Ort für anregende Gespräche zu bieten, während zwei Leute an einem großen runden Tisch oftmals etwas verloren wirken.

Stühle – das Design ist nicht alles

Damit langes Sitzen am Esstisch nicht zur Qual und mit Rückenschmerzen belohnt wird, ist die Auswahl der Stühle entscheidend. Denn wer möchte schon, dass Gäste nicht gerne bleiben? Ein wesentlicher Faktor für die Bequemlichkeit ist die Höhe der Stühle. Diese sollte im richtigen Verhältnis zum Tisch sein. Um herauszufinden, ob Sie den entsprechenden Stuhl auch wirklich „besitzen“ wollen, bekommen Sie oftmals die Möglichkeit, das Modell zur Probe mit nach Hause zu nehmen. Anstelle einer einheitlichen Sitzgruppe können Sie auch, frei nach dem Mix-and-Match-Trend, ganz unterschiedliche Stühle wählen, die ihren eigenen Stil und Charakter an den Esstisch bringen. Sollten Sie sich dafür entscheiden, empfiehlt es sich, auf einen Tisch in schlichtem Design zurückzugreifen, damit der Stuhl-Mix seine volle Wirkung entfalten kann.

Design Stühle Altbau

Die richtige Beleuchtung wählen

Wenn es um die Wahl des richtigen Leuchtmittels geht, sollte dieses vor allem eines sein: ausdrucksstark. Eine markante Leuchte verhindert, dass der Esstisch verloren im Raum wirkt und rundet die Einrichtung stilistisch ab. Als optischer Ankerpunkt definiert die Leuchte somit den Essplatz im Raum. Das Licht sollte idealerweise hell, aber nicht unangenehm fürs Auge sein. Mit weiteren kleineren Lichtquellen, beispielsweise in Form von dimmbaren Deckenspots oder Kerzen, entsteht in charmanten Altbauräumen schnell eine gemütliche Atmosphäre.

Lesen Sie mehr zum Thema Raumoptimierung in einem weiteren Blog-Beitrag unserer Inspirationsreihe.


Immobilien verwalten

Altbauimmobilien effizient verwalten

Altbauimmobilien effizient verwalten

Entscheidet man sich für den Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage, stellt sich unter anderem die grundlegende Frage, ob man diese selbst verwalten möchte oder es bevorzugt die Verantwortung abzugeben. Dass eine Immobilie, wie auch andere Sachwert- und Kapitalanlagen, überwacht und gemanagt werden muss, ist den meisten Eigentümern klar. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass dazu weitaus mehr gehört, als nur entsprechende Mieter auszuwählen und einmal im Jahr die Betriebskostenabrechnung vorzunehmen. Vor allem um Kosten zu sparen, ziehen es Eigentümer daher gelegentlich vor, selbst die Rolle des Immobilienverwalters zu übernehmen. Dies kann eine sinnvolle Entscheidung sein, sofern der Aufwand, der mit einer guten Immobilienverwaltung verbunden ist, nicht unterschätzt wird.

überlasteter Geschäftsmann

Sich des Aufwands bewusst werden

Maßgeblich für die Entscheidung, die Immobilie selbst zu verwalten, sollte zunächst die Größe des Objekts sein. Der Umfang der künftig anfallenden Tätigkeiten sollte bei dieser Bewertung eine zentrale Rolle spielen. Dieser Faktor liefert erste Anhaltspunkte und gibt Aufschluss darüber, ob alle Aspekte des operativen Immobilien-Managements überhaupt selbst durchgeführt werden können. Dazu gehören neben der Instandhaltung, Kalkulation laufender Kosten und der Objekt- und Forderungsverwaltung auch das Liquiditäts- und Vertragsmanagement sowie die Mietbuchhaltung und Nebenkostenabrechnung. Bei ausbleibenden Zahlungen können vor allem das Debitorenmanagement und die Erteilung von Inkassoaufträgen, entsprechende Kündigungen der Mietverhältnisse sowie eventuelle Klagen besonders zeitintensiv und unangenehm sein. Hierfür ist es meist sinnvoll, einen Profi zu beauftragen, der eine Lösung im Sinne des Vermieters UND des Mieters erarbeitet.

Auch die Entwicklungen des örtlichen Mietspiegels konstant im Blick zu behalten und entsprechende Mietsteigerungen vertraglich zu fixieren, kann unter Umständen viel Zeit kosten. Am wichtigsten jedoch: In erster Linie muss eine permanente Betreuung der Mieter gewährleistet sein. Damit diese sich mit ihren Anliegen auch ernst genommen fühlen, ist neben einer guten Erreichbarkeit und Verbindlichkeit zudem einiges an sozialer Kompetenz und Zeit vonnöten.

Effizienz zahlt sich aus

All diese Punkte sollten Sie daher auf Ihr Objekt beziehen und sich fragen: Kann ich das leisten? Denn nur wenn garantiert ist, dass alle Aspekte der Immobilienverwaltung in hoher Qualität erbracht werden können, lohnt sich eine Selbstverwaltung der Immobilie. Sobald Sie als Eigentümer den Überblick verlieren, Mängel beispielsweise nicht rechtzeitig beheben, Verträge nicht kontinuierlich auf Kosteneinsparungen und Aktualität überprüft werden oder die Wartung von Geräten vernachlässigt wird, rentiert es sich aus finanzieller Sicht nicht, die Verwaltung selbst zu übernehmen. Vielleicht wird die Vermietung der Immobilie gar zu einem Verlustgeschäft.

Effizient Immobilien verwalten

Sollten Sie sich dafür entscheiden, ihre Immobilie selbst zu verwalten, gibt es einige Möglichkeiten, die Verwaltung möglich effizient zu gestalten. Vor allem die Nebenkostenabrechnung kann schnell zum Auslöser von Missverständnissen und Streitigkeiten werden, die viel Zeit kosten. Daher bietet es sich an, bereits im Mietvertrag detailliert auf die Abrechnungsmodalitäten einzugehen, wobei Umlageschlüssel für jeden Posten genau aufzuführen sind. Auch Fristen müssen, die Nebenkostenabrechnung betreffend, akribisch eingehalten werden. Liegt dem Mieter bis zum Ende des Folgejahres keine Abrechnung vor, ist der Mieter nicht mehr dazu verpflichtet, Nachzahlungen zu leisten.

Anhand der hier aufgeführten Punkte dürfte bereits auffallen, wie vielschichtig die Anforderungen an einen Immobilienverwalter sind. Im Idealfall sollten Sie sich dessen nicht erst dann bewusst werden, wenn Sie die Anrufe unzufriedener Mieter Tag und Nacht erreichen und Ihnen alles über den Kopf wächst. Treffen Sie die Entscheidung über eine Selbstverwaltung der Immobilie daher nicht leichtfertig und erst dann, wenn Sie sich über die damit einhergehenden Pflichten und Belastungen im Klaren sind.

Wer möglichst wenig Zeit auf seine Immobilie verwenden möchte, der sollte einen professionellen Hausverwalter bestellen.


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Balkonien im Herbst – fünf Tipps für einen gemütlichen Altbau-Balkon in der kalten Jahreszeit

Balkonien im Herbst – fünf Tipps für einen gemütlichen Altbau-Balkon in der kalten Jahreszeit

Die Tage werden spürbar kürzer und die Gelegenheiten, ein paar Sonnenstrahlen auf dem Balkon einzufangen, immer seltener. Das muss jedoch noch lange kein Grund sein, Ihrem Balkon für die kommenden Monate den Rücken zu kehren. Mit diesen fünf Tipps können Sie es sich auch im Herbst und im Winter auf dem Balkon gemütlich machen.

1. Die richtige Grundlage schaffen und kalte Füße vermeiden

Vor allem ältere Steinböden können bei niedrigen Temperaturen schnell für kalte Füße sorgen und sind zudem nicht sehr ansehnlich. Die Lösung: Holzboden. Ein schicker Holzbelag überzeugt nicht nur durch seine Optik, sondern auch durch seine Langlebigkeit und wärmenden Eigenschaften. Besondere handwerkliche Fähigkeiten sind dafür nicht notwendig, wenn beispielsweise auf ein klickbares Bodenrost zurückgegriffen wird. Qualitativ hochwertige Outdoor-Teppiche verstärken zumindest auf überdachten Balkonen den wärmenden Effekt und sorgen für den nötigen Wohlfühlfaktor.

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2. Mit geeigneten Pflanzen zum immergrünen Balkon

Auf etlichen Balkonen bleiben die Pflanzkübel und Balkonkästen über die Wintermonate hinweg leer, was zumeist für ein recht trauriges Bild sorgt. Dabei ist es selbst in der kalten Jahreszeit möglich, einen begrünten Balkon zu haben. Blühende Winterheide, Efeu, Herbstastern, Chrysanthemen, Winterschneeball oder auch gelber Winterjasmin eignen sich hervorragend, um Ihren Balkon auch in den kommenden Monaten lebendig wirken zu lassen.

3. Balkonmöbel, die zum Verweilen einladen

Wichtig bei der Wahl des Balkonmobiliars ist vor allem, dass es witterungsbeständig ist und zudem ansprechend aussieht, um dort selbst dann gerne noch Zeit zu verbringen, wenn es etwas kühler ist. Erneut stellt Holz als Material eine gute Wahl dar. Neben den richtigen Möbeln sollte der Kuschelfaktor bei Wind und Kälte nicht vernachlässigt werden: Kissen und Decken, beispielsweise aus Wolle, sind daher unerlässlich.

4. Für angenehme Temperaturen sorgen

Doch selbst mit ausreichend Kissen und Decken kann es vor allem am Abend doch recht kühl werden. Um sich dennoch auf einen gemütlichen Balkon verlassen zu können, auf dem beispielsweise auch Gäste verweilen möchten, kann sich eine Outdoor-Heizung lohnen. Elektrische Infrarot-Heizstrahler sind eine effiziente und umweltschonende Variante, da hierbei nicht die nur Umgebungsluft Schicht für Schicht erwärmt wird, sondern direkt der Körper, sobald die Infrarotstrahlung auf die Hautoberfläche trifft.

5. Der dunklen Jahreszeit mit der richtigen Beleuchtung trotzen

Ein geeignetes Lichtkonzept, insbesondere diffuses Licht, rundet den Gemütlichkeitsfaktor Ihres Herbst-/Winterbalkons ab. Konkret bedeutet das, dass eher mehrere kleine Lichtquellen zum Einsatz kommen sollen. Dabei können praktischerweise auch die bereits genannten Wärmequellen Teil des Lichtkonzepts sein.


Blogbeitrag Visitenkarte Flur

Der Flur als Visitenkarte Ihrer Altbauwohnung

Der Flur als Visitenkarte Ihrer Altbauwohnung

Wenn es ans Einrichten geht, wird der Flur oftmals vernachlässigt. Nicht mehr draußen, aber gefühlt auch noch nicht drinnen – wozu also viel Aufwand betreiben, mögen sich viele denken. Sehr schade eigentlich, immerhin ist der Wohnungsflur der Teil des Zuhauses, den nicht nur etwaige Gäste zuallererst sehen, sondern in erster Linie Sie selbst.

Der Flur ist damit nicht nur der Ort Ihres Zuhauses, an dem der erste Eindruck entsteht, sondern zudem auch immer ein Ort der Ankunft und des Abschieds. Grund genug, viel Mühe auch in diesen Teil der Wohnung zu stecken und die Visitenkarte Ihrer vier Wände zu einem charakterstarken Blickfang werden zu lassen. Richtig umgesetzt, birgt ein Flur das große Potenzial, direkt beim Betreten der Wohnung für den nötigen Wow-Effekt zu sorgen. Wie das geht und auf welche drei Punkte Sie besonders achten sollten, zeigen wir Ihnen.

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Den Flur mit Lichtquellen gekonnt in Szene setzen

Oftmals mangelt es im Flur an natürlichem Tageslicht, weshalb ein besonderes Augenmerk auf einer gut durchdachten Beleuchtung liegen sollte. In einem langen Korridor empfiehlt es sich, auf viele kleinere Spots zurückzugreifen, die an verschiedenen Punkten im Raum gezielte Lichtkegel setzen. Für zusätzliche Gemütlichkeit kann ergänzend eine kleinere Lampe mit gedämpftem Licht sorgen.

Gerade wenn Ihr Flur eher schmal ist, darf ein Spiegel definitiv nicht fehlen. Dieser macht den Flur nicht nur optisch größer, sondern auch heller. Obendrein ist ein Spiegel praktisch, um vor dem Verlassen der Wohnung noch einmal den obligatorischen Blick auf einen selbst und das Outfit zu werfen.

Die richtige Farbwahl und das Mobiliar

Da man sich im Flur für gewöhnlich nie besonders lange aufhält, kann bei der Farbgestaltung ruhig etwas mutiger vorgegangen werden, um einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen. Aufgrund der Tatsache, dass ein Korridor meist etwas dunkler ist, sollte auf allzu dunkle Farben verzichtet werden, um diesen Effekt nicht noch zu verstärken.

Vor allem helle Farben, in Form von Pastelltönen, bieten sich für Wand und Boden an. In langen, schlauchartigen Fluren wird eine farbige Wand an der Kopfseite als besonders angenehmer Akzent empfunden. Zudem sollte dort auf wuchtige Möbel verzichtet werden, die nur unnötig Platz rauben, und stattdessen auf kleinere, besondere Einzelstücke gesetzt werden, die dem Flur auf Anhieb eine persönliche Note verleihen.

Flur Eingang

Das Zusammenspiel von Ästhetik und Funktionalität

Die Schwierigkeit bei der Einrichtung des Flurs besteht darin, auf minimalem Raum eine einladende Optik zu kreieren, während zugleich praktische Anforderungen erfüllt sein müssen, um den nötigen Stauraum zu gewährleisten. Um diesen Spagat zu meistern, empfiehlt es sich, auf Einbauschränke zurückzugreifen, deren Türen sich an die Wandgestaltung sowie Einrichtung nahtlos anpassen und so dezent in den Hintergrund treten, ohne an Funktionalität einzubüßen. Eine andere Variante, die unauffälligen Stauraum bietet, kann eine Zwischendecke darstellen. Diese Möglichkeit bietet sich besonders bei sehr hohen Decken an – und mit Türen oder einem Vorhang versehen, sind Weihnachtsdeko, Zelt und Co. dort zudem vor Staub und Blicken geschützt. Für den Balanceakt von Ästhetik und Funktionalität eignet sich zudem wunderbar eine Sitzbank mit integriertem Stauraum.

Wenn Sie also das nächste Mal Ihre Wohnungseinrichtung verändern wollen, vergessen Sie nicht den Flur – er ist mehr als nur ein Durchgangszimmer.


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Zeitloses Ambiente: So wird Stuck im Altbau zum echten Hingucker

Zeitloses Ambiente: So wird Stuck im Altbau zum echten Hingucker

Eines ist sicher: Stuck erzeugt ein unverwechselbares, elegantes Flair und kann jedem Raum seinen ganz besonderen Charme verleihen. Deshalb verwundert es nicht, dass mit Stuck versehene Wohnungen so begehrt wie nie sind. Um jedoch das größtmögliche Potenzial daraus zu schöpfen, kommt es vor allem darauf an, die Deckenverzierungen richtig in Szene zu setzen. Wie das gelingt, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Dank richtiger Inszenierung zum Wow-Effekt

So zeitlos Stuck ist, so lang ist auch seine Geschichte. Bereits früh in der Antike haben die plastischen Schmuckornamente als beliebtes Gestaltungselement fungiert und Wände, Säulen, Gewölbe sowie Decken geziert. Hinsichtlich der Pflege des aus Gips, Kalk, Wasser und Sand bestehenden Werkstoffs kann glücklicherweise nicht allzu viel falsch gemacht werden. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ reicht gelegentliches Abstauben völlig aus. Vorsicht ist jedoch beim Streichen geboten. Wird Stuck zu häufig gestrichen, verschwinden die filigranen Ornamente schnell unter einer dicken Farbschicht, die nur mithilfe eines Restaurators wieder entfernt werden kann.

Neben der schönen Optik und einfachen Handhabung bezüglich der Pflege weist Stuck  einen sehr praktischen Nutzen im Hinblick auf die Wirkung auf. So gilt für Stuckelemente am Übergang von Wand und Decke, dass der Blick automatisch in die Höhe gelenkt wird, wodurch selbst kleine Räume optisch größer wirken. Um sich diesen Vorteil gekonnt zunutze zu machen, sollte der Stuck entsprechend betont werden.

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Mit indirektem Licht gekonnt Highlights setzen

Da es sich bei Stuck um ein altbautypisches Phänomen handelt und die Decken in der Regel entsprechend hoch sind, ist hierbei wichtig, dass der gesamte Raum genutzt wird. Mit der richtigen Platzierung von Bildern und Mobiliar kann der Blick schnell in Richtung Stuck gelenkt und so die Weitläufigkeit des Raums untermalt werden.

Lichtinstallationen, die nahe der Stuckleisten angebracht sind, können die edlen Wand- und Deckenverzierungen zudem optimal betonen. Darüber hinaus kommen Stuckrosetten, sofern vorhanden, noch besser zur Geltung, wenn die Decke beispielsweise in einem gedeckten Grau gehalten ist. Auf diese Weise kann der weiße Stuck regelrecht strahlen. Das Interessante hierbei: Stuckelemente stehen niemals nur für sich allein, sondern werten den gesamten Raum optisch auf. Je schöner und gepflegter der Stuck also ist, desto stilvoller und edler wirkt das gesamte Ambiente der Wohnung.


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Um diese „Wohlfühltrends“ für Ihren Altbau kommen Sie diesen Sommer nicht herum

Um diese „Wohlfühltrends“ für Ihren Altbau kommen Sie diesen Sommer nicht herum

So viel steht fest: Das Jahr 2020 hat in Sachen Einrichtungstrends einiges zu bieten. Neben Stilen wie Japandi oder auch dem Wiener Geflecht, gibt es in diesem Sommer noch einige weitere Trends, die in den kommenden Monaten ausreichend Inspiration bieten dürften. Damit einem stilvollen Upgrade Ihrer vier Wände nichts mehr im Weg steht, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten aktuellen Einrichtungskonzepte vor.

Wabi-Sabi - der Einrichtungsstil aus Fernost

Wer bei Wabi-Sabi an scharfe grüne Paste aus Fernost denken muss, liegt zumindest nicht völlig falsch. Immerhin kommt dieser aktuelle Wohntrend tatsächlich aus Japan. Am Zen-Buddhismus orientiert, punktet Wabi-Sabi vor allem durch Schlichtheit und Authentizität. Das reduzierte Design hat den Vorteil, dass die nötige Ruhe und Entspannung in den eigenen vier Wänden leichter fallen soll. 

Auf Einrichtungselemente, die keine Funktion haben, gilt es zu verzichten, um Harmonie und Wohlbefinden ein großes Stück näher zu kommen. Extravaganz hat beim Wabi-Sabi genauso wenig verloren, wie kräftige Farben. Stattdessen lassen sich im Wabi-Sabi verstärkt Möbel aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Wolle oder auch Bambus finden sowie eine tendenziell sanftere Farbpalette, die eher aus Naturtönen besteht. Gerade jetzt im Sommer besticht dieser zen-sationelle Trend durch seine optische Leichtigkeit.

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Mit Feng Shui zu einem harmonischerem Zuhause

Das Gestalten der eigenen Wohnung nach den Feng Shui-Prinzipien hat in diesem Sommer sein Revival! Ziel des Konzepts ist es, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, die das sogenannte Chi zum Fließen bringt. Richtig angewandt, soll die aus China stammende Harmonielehre, die übersetzt Wind und Wasser bedeutet, für ein gemütliches Zuhause sorgen. Zudem soll sie sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken – unabhängig davon wie spirituell wir sind. So sollen Farben, Formen oder auch die Platzierung des Mobiliars Auswirkungen haben. Dabei muss nicht die gesamte Wohnung auf das Konzept abgestimmt sein. Bereits kleinere Veränderungen sorgen für ein harmonischeres Gesamtbild. Das Schöne dabei: Feng Shui lässt sich mit sämtlichen Einrichtungsstilen verbinden – egal, ob mediterran, skandinavisch oder Industrial. Möchte man sein Zuhause an den Prinzipien des Feng Shui orientieren, so ist Ordnung ein zentrales Kriterium. Dies bedeutet allerdings nicht nur, dass regelmäßig aufgeräumt werden soll, sondern dass beispielsweise mit geschlossenen Schränken und Sideboards ein aufgeräumter und harmonischerer Gesamteindruck entsteht. 

Jegliche Möbelstücke sollten zudem geschwungene beziehungsweise abgerundete Ecken haben, da alles andere im Feng Shui als zu hart und als nicht fließend empfunden wird. In Kombination mit verschiedenen Lichtquellen, die warme Akzente setzen, entsteht eine freundliche und beruhigende Atmosphäre. Um beispielsweise den „Flow“ konkret in Ihrem Wohnzimmer zu fördern, gäbe es zudem einiges hinsichtlich der Platzierung der Möbel zu beachten. 

Unabhängig davon, wo die einzelnen Möbelstücke stehen, sollte die Mitte des Raumes unbedingt frei bleiben. Um das Gefühl von innerer Sicherheit zu verstärken, ist es im Feng Shui empfehlenswert das Rückenteil der Couch an einer Wand zu platzieren. Ist dies nicht möglich, so kann ein Bücherregal oder Sideboard, das hinter dem Sofa steht, als Raumtrenner fungieren und einen ähnlichen Effekt erzielen.

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Lagom – ein Wohnstil für mehr Glück in den eigenen vier Wänden

Wie auch bei Wabi-Sabi, handelt es sich bei Lagom um ein Einrichtungskonzept, bei dem Einfachheit im Vordergrund steht. Im Gegensatz zu Wabi-Sabi kommt der Trend Lagom jedoch aus Skandinavien, genauer gesagt aus Schweden. Das Interessante hierbei: Ähnlich wie bei „Hygge“, soll dieser Wohntrend gleichzeitig auch ein Lebensgefühl vermitteln, das auf ein inneres Gleichgewicht abzielt und so für mehr Glück und Zufriedenheit sorgen soll. Frei nach dem Motto: Balance is the key. 

Der Name „Lagom“ ist dabei nicht direkt übersetzbar, bedeutet aber in etwa: „genau richtig“ oder auch „nicht zu viel und nicht zu wenig“, woran sich der Einrichtungsstil auch orientiert. Hierbei jedoch immer die goldene Mitte zu finden, ist die Herausforderung, die es im Zuge der Umsetzung dieses Trends zu bewältigen gilt. Generell ist bei Lagom auf eine schlichte Linienführung zu achten, wobei hier stets Qualität über Quantität steht. 

Neben nachhaltigen Materialien aus Leinen, Baumwolle oder auch Holz, wird verstärkt auch auf Stahlelemente oder wertiges Leder gesetzt, um den Look zu vervollständigen. Hinsichtlich der Farbwahl ist es hier entscheidend, innerhalb eines Raumes bei einer „Farbfamilie“ zu bleiben. Mit einer typisch skandinavischen Farbpalette aus Creme-, Rosé- und Blautönen können Sie grundsätzlich nichts falsch machen. In puncto Accessoires sollte man sich ebenfalls am Prinzip der goldenen Mitte orientieren und lieber auf einige wenige Stücke setzen.